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Richard Sulik: Die ganze Welt fasst sich an den Kopf

Der slowakische EU-Abgeordnete Richard Sulik holte in der Polit-Talk Sendung “Menschen bei Maischberger” zum Rundumschlag gegen die deutsche Politik aus. Die ganze Welt fasst sich an den Kopf bei dem, was Deutschland die letzten 2 Monate fabriziere. Er fordert eine stärkere Kontrolle der Einwanderungsströme und konstatiert: “Ein Land, das seine Grenzen nicht schützen kann, wird von Weicheiern regiert”.

 

Diese Politik ist für tote Kinder verantwortlich


Die falschen Signale die Europa insbesondere Deutschland in die Flüchtlingsländer sende, seien zuletzt auch dafür verantwortlich, dass sich die Menschen auf die lange und gefährliche Reise nach Europa machen würden. Somit trage Deutschland eine Mitschuld an den toten Kindern, die auf dieser Reise ihr Leben lassen.

Eigenschutz geht vor Weltrettungsambitionen


Sulik stellt heraus, dass alle deutschen Politiker zuerst einmal den Interessen des eigenen Volkes verpflichtet sind und sich durch das Ablegen eines Amtseides auch dazu verpflichtet haben. So nehme die Slowakai keine weiteren Flüchtlinge auf, weil dies ausdrücklicher Wille des eigenen Volkes sei. Es sei nicht Aufgabe eines gewählten Politikers die ganze Welt zu retten, sondern die Interessen derjenigen zu vertreten, von denen er gewählt worden ist. “Es ist wichtiger, die eigenen Leute zu retten, als die ganze Welt zu retten.”

Sammellager an den Außengrenzen der EU


 

By: Bratislavská župa

Sulik plädiert dafür sofort mit den Grenzbewachung auf europäischer Ebene anzufangen und an den Außengrenzen entsprechende Sammellager einzurichten. Er fordert, dass Europa hiefür die finanziellen Mittel bereitstellen solle. Sollte Europa auch in dieser Frage versagen, hält er es für  notwendig, dass die Nationalstaaten diese Aufgaben selbst übernehmen, um ihre Bevölkerung zu schützen. In den Sammellagern könnte dann konkret über die Berechtigung oder Nichtberechtigung eines Asylantrages entschieden werden. Die Signalwirkung, die diese Lager nach außen hätten, würde den Flüchtlingsstrom eindemmen, so sinngemäß Sulik.

 

 

Fassungslosigkeit bei den Mitgästen


Die energischen Forderungen des Slowaken sorgten für Fassungslosigkeit bei den anderen Maischberger-Gästen. “Das ist eine absolute Unverschämtheit, was Sie hier sagen, dass wir Schuld an hundert toten Kindern am Strand von Lesbos seien”, so Blüm. “Das ist purer Zynismus und eine Zumutung, sich das anhören zu müssen”, antwortete ein ziemlich schockierter Herr Stegner und die taz-Redakteurin Bettina Gaus schlußfolgerte schließlich: “Ich verachte das.”

 

Über Michael Külbel

Michael Külbel ist freischaffender Künstler und Grafikdesigner aus Altenburg. Seit 2015 arbeitet er mit im Team von altenburg-online.de im Bereich Redaktion, Administration, Gestaltung und Berichterstattung.

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