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Die Attentate von Paris – false flag oder islamistischer Terror?

By: Wolfgang Vullhorst

Interessant, wie ein und dasselbe traumatische Ereignis von verschiedensten politischen Lagern mißbraucht werden kann, um die eigenen politischen Anschauungen zu untermauern. Das ist wirklich mehr als bezeichnend wie konstruktivistisch unser aller Weltbild aufgebaut ist und unser Geist in der Lage ist, ein Ereignis aus zwei völlig gegensätzlichen Blickwinkeln zu interpretieren und jeweils passend für unsere eigene Weltanschauung zu instrumentalisieren.

So tobt in den sozialen Netzwerken ein Krieg über die Meinungshoheit, wie die Attentate von Paris zu deuten wären. Während sich der rechte Flügel in seinen schon seit Monaten geäußerten Befürchtungen bestätigt sieht, dass die unkontrollierte Zuwanderung ein Problem für die innere Sicherheit Europas darstellen wird, will der linke Flügel diese Argumentation nicht gelten lassen. Diese wirft wiederum dem rechten Flügel vor, sie würden dieses Attentat zum Ausleben ihres latenten Rassismus missbrauchen und damit die Opfer in unsäglichem Maße verhöhnen. Überhaupt dürfe man nun nicht alle Flüchtlinge in Kollektivhaftung für einige verirrte terroristische Elemente der Gesellschaft nehmen. Interessant, dass dem Establishment dieser Widerspruch nicht aufging, als sie die gesamte Pegida-Bewegung in Kollektivhaftung für das Messerattentat auf die Kölner OB-Kandidatin Henriette Reker genommen hat.

Letztlich lässt sich aus dem Attentat von Paris nur ein Resumé ziehen; es führt zu einem noch tieferen Spalt, der unsere Gesellschaft durchzieht, als er vorher ohnehin schon bestanden hat. Und wenn die Terroristen die Destabilisierung Europas als Ziel ihrer Anschläge hatten, so darf man schlussfolgern, dass dieses Ziel zu 100% erreicht worden ist. Statt eines Zusammenrückens erleben wir wie sich die Fronten verhärten, sich jeder in seinen Ansichten bestätigt fühlt.

Doch wem nutzen diese Ereignisse, wem nutzt die Destabilisierung Europas, wer hat ein Interesse daran, Europa in Uneinigkeit und Chaos zu halten? Sind es wirklich die Muslime? Haben Sie wirklich einen Nutzen, wenn sie ganz Europa gegen sich aufhetzen, wenn doch ihr vermeintliches Ziel die Islamisierung des Abendlandes wäre? Welchen Nutzen haben sie davon, terroristische Attentate auf sogenannte “Weichziele” der westlichen Gesellschaft zu verüben, wo doch eigentlich die westlichen Regierungen und Rüstungskonzerne Ziel des islamistisch-antiimperialistischen Terrors sein müssten. Oder verbergen sich hinter dem Aufreiben neuer Rassenkonflikte in Europa ganz andere Interessen?

Wenn man die Geschichte des Terrorismus zurückverfolgt, so ergibt sich im Rückblick eine ganze Kette an terroristischen Ereignissen, die von Geheimdiensten initialisiert und instrumentalisiert worden sind, um gegeneinander agierende Kräfte in gewaltvolle Auseinandersetzungen bis hin zum Bürgerkrieg hineinzutreiben. Einen kleinen Auszug bereits offiziell bestätigter dieser sogenannten “false flag” Aktionen finden Sie hier:

  • Der ehemalige italienische Ministerpräsident, ein italienischer Richter, und ehemaliger Leiter der italienischen Spionageabwehr gestand, dass die NATO mit Hilfe des Pentagon und der CIA Terroranschläge in Italien und anderen europäischen Ländern in den 1950er Jahren verübte, und die Schuld den Kommunisten gab. Man wollte eine antikommunistische Stimmung in Europa schaffen. So heißt es: „Man musste Zivilisten attackieren, Männer, Frauen, Kinder, unschuldige Menschen und unbekannte Leute, die weit entfernt des politischen Spiels waren. Der Grund war ganz einfach: Man wollte diese Menschen, die italienische Öffentlichkeit, dazu zwingen, sich an den Staat wenden, damit dieser für mehr Sicherheit sorgt.“ (Weitere Infos dazu auch hier und hier). Auch Frankreich, Belgien, Dänemark, Deutschland, Griechenland, den Niederlanden, Norwegen, Portugal, Großbritannien und anderen Ländern wurden Terroranschläge inszeniert.

  • Im Jahr 1960 hat der amerikanische Senator George Smathersvorgeschlagen, dass die USA einen Angriff auf auf Guantanamo Bay inszenieren, um einen bewaffneten Konflikt herbeizuführen, um den USA eine Legitimation für den Sturz Castros zu geben

  • Japanische Truppen lösten im Jahr 1931 eine kleine Explosion auf einer Bahnstrecke aus und schoben es auf China, um eine Invasion in der Mandschurei zu rechtfertigen. Dies ist bekannt als der „Mukden-Zwischenfall“. Vor einem internationalen Gericht wurde festgestellt: Einige der Teilnehmer des Plans, einschließlich Hashimoto [ein hochrangiger japanischer Offizier], erklärten bei verschiedenen Anlässen ihre Rolle und bestätigten, dass das Ziel der ‚Zwischenfall‘ gewesen sei. Weitere Infos hier.

  • Israel räumte ein , dass man während des Krieges gegen Ägypten Bomben in mehreren Gebäuden platzierte, darunter US-Botschaften, und hinterher Beweise lieferte, um es Arabern anzulasten. Weitere Infos dazu hier und hier).

  • Die CIA gibt zu, dass sie in den 1950er Jahren Iraner anheuerte, die sich als Kommunisten ausgeben und Bombenanschläge auf Ziele im Iran verüben sollten, um die Bevölkerung gegen den gewählten Präsidenten aufzubringen.

Quelle: http://www.gegenfrage.com/false-flag/

Bei der Betrachtung der derzeitigen Ereignisse spielt die Frage, ob es sich bei den Pariser Attentaten um eine false-flag Aktion handeln könnte, wieder einmal überhaupt keine Rolle. Es ist wieder einmal bezeichnend, wie schnell die Täter im radikal-islamistischen Lager verortet werden konnten. Vergleicht man die schnelle Aufklärung der Terroranschläge mit herkömmlichen kriminalistischen Ermittlungen, bei welchen in aller Regelmäßigkeit Informationen aus ermittlungstechnischen Gründen nicht an die Öffentlichkeit gegeben werden können, so kann es nur verwundern, wie schnell die Antworten auf die eigentlichen Täter innerhalb weniger Stunden gefunden und öffentlich propagiert werden konnten.

Auch ist es bezeichnend wie diese Ereignisse von den Medien instrumentalisiert worden sind und wie die westliche Hemisphäre in einer medialen Dauerbeschallung  in einen kollektiven Schockzustand versetzt worden ist. Das ist um so mehr fraglich, wenn man bedenkt, dass es derlei Attentate fast täglich auf dem Globus gibt, doch diese keine gleichrangige mediale Aufmerksamkeit in den Medien erhalten wie die Attentate von Paris.

Bei all den Spekulationen und Interpretationen sollte man sich einer Sache Gewahr sein: über Angst lassen sich Massen leichter manipulieren. Nicht nur, dass sich die gegensätzlichen Konflikte innerhalb einer Gesellschaft aufheizen lassen, wie man bei dem Konflikt der Einwanderungsbefürworter und -gegner sehr gut erkennen kann; auch lassen sich über Angst Einschnitte in die freiheitlichen Grundrechte der Bürger umsetzen, wie es in friedlichen Zeiten nicht so ohne weiteres möglich wäre. (z.B. noch intensivere Überwachungsmaßnahmen, Polizeistaat, Einsatz der Bundeswehr im Inneren, etc.).

Die Frage, die sich jeder dieser Tage stellen sollte, lautet also : Cui bono – wem nutzt es?

Über Michael Külbel

Michael Külbel ist freischaffender Künstler und Grafikdesigner aus Altenburg. Seit 2015 arbeitet er mit im Team von altenburg-online.de im Bereich Redaktion, Administration, Gestaltung und Berichterstattung.

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Ein Kommentar

  1. Unter dem schrecklichen Ereignis, wie es uns erzählt wird, spannt sich ein ganzer Bogen mysteriöser und okkultistischer Zeichen. Das Muster einer false flag nach Art von 9/11 ist gegeben.
    http://filmdenken.de/paris-attentaeter-abdelhamid-abaaoud-als-jacob-de-rothschild-double-islamismus-terrorismus-false-flag/

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