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„2 von 100” syrischen Flüchtlingen möglicherweise IS-Mitglieder

Der libanesische Minister sagt, dass Extremisten mögliche Kämpfer in den Flüchtlingslager rekrutieren, bevor sie diese nach Europa schleusen.

By: Guillaume Paumier

Ein libanesischer Staatsmann warnte den britischen Premierminister David Cameron am Montag, dass der Islamische Staat als Flüchtlinge getarnte IS-Kämpfer schicke, um Ziele im Westen anzugreifen. Bildungsminister Elias Bousaab sagte zu Cameron während dessen Blitzbesuchs in der Region, dass zwei von 100 Syrern, die nach Europa kämen, IS-trainierte Fanatiker seien, so schreibt die (britische Tageszeitung) Daily Mail.

Seit Ausbruch des Konfliktes 2011 in deren Heimatland sind mehr als 4 Millionen Syrer nach Jordanien, in den Libanon, die Türkei und nach Ägypten geflohen. Der Libanon mit einer Bevölkerung von weniger als 5 Millionen bietet mehr als einer Million Syrern Zuflucht.

Der extremistische Islamische Staat kontrolliert fast die Hälfte Syriens mehr als vier Jahre nach Beginn des Aufstandes gegen den syrischen Präsidenten Bashar Assad. Die militante Gruppe hält auch große Teile des Iraks.

Bousaab meint, der IS suche Zielpersonen einschließlich Kinder in Flüchtlingslagern und Schulen, um sie über die Türkei und Griechenland nach Europa zu schleusen, die Daily Mail berichtete bereits. Er fügt hinzu, dass die drohende IS-Gefahr wächst und sich ausbreitet.

Der Papst warnte ebenso am Montag vor der Gefahr der Infiltration von Extremisten getarnt als Flüchtlinge. „Es ist entspricht der Realität, dass nur 400km von Sizilien eine unglaublich grausame Terroristengruppe herrscht. Deshalb besteht die Gefahr einer Infiltration, das ist wahr“, sagte Franziskus dem portugiesisch katholischen Radiosender Renascenca mit offensichtlichem Hinweis auf Extremisten des Islamischen Staates.

Cameron drängte die internationale Gemeinschaft, mehr Hilfe in die Gastländer des Nahen Ostens zu senden, um den Flüchtlingsstrom nach Europa stemmen zu können. Er sprach auf einem Empfang des jordanischen Königs Abdullah II., nachdem er das aus allen Nähten platzende Flüchtlingslager Zaatari mit 80.000 dort lebenden Syrern besucht hatte.

Mit dem Fortschreiten der Krise haben UN-Organisationen, einschließlich der Welternährungshilfe, Geldsorgen, wozu es zu Kürzungen der Nahrungsmittelrationen und den finanziellen Unterstützungen der Flüchtlinge in den Gastländern kommt. Hilfeleistende sagen, dass die Hilfsmüdigkeit zum Anschwellen der Flüchtlingszahlen nach Europa führe.

Cameron berichtete, Großbritannien gäbe bereits 1 Milliarde Pfund (ca. 1,4 Milliarden Euro) für die Region und er hoffe, dass andere Länder „mehr täten“. „Es wäre wichtig, Flüchtlinge in den Nachbarländern Syriens zu unterstützen, damit sie sich nicht auf die gefährliche Reise übers Meer begeben, was so oft zu tragischen Todesfällen führe“, sagte er in einem Statement vom Königspalast in der jordanischen Hauptstadt Amman.

Die europäischen Regierungschefs sind in der Frage zerstritten, wie sie mit dem Einstrom von mehrheitlich syrischen Flüchtlingen nach Europa verfahren sollen. Die EU-Innenminister wollen am Montag in Brüssel die Verteilung von 160.000 Asylsuchern innerhalb der 28 Mitgliedsstaaten diskutieren.

By: NEXTConf

Der deutsche Innenminister Thomas de Maiziere sagte, dass die Mitgliedsstaaten der Umverteilung „im Prinzip zustimmten“, wobei er noch nicht die verbindlichen Flüchtlingsquoten aufgab. Die EU-Minister stimmten einer ersten Verteilungsanzahl von 32.000 Flüchtlingen aus Italien und Griechenland zu.

Cameron behauptet, dass dieses Schema weitere Flüchtling zur ihrer lebensgefährlichen Überfahrt nach Europa ermuntere. Großbritannien erkläre sich dagegen bereit, innerhalb der nächsten 5 Jahre 20.000 Syrer direkt aus den Flüchtlingslagern aufzunehmen.

Der jordanische König betonte, dass sein Land enorm dazu beitrüge, den Flüchtlingsdruck auf Europa zu mindern. „Wir hoffen zutiefst, dass die internationale Gemeinschaft diese furchtbare humanitäre Krise zu lösen bereit ist“, sagte er.

Am Montagmorgen traf sich Cameron mit seinen libanesischen Kollegen Tammam Salam in Beirut, wo sie ein Flüchtlingslager im Bekaa-Tall nahe der syrischen Grenze besuchten.

„Die Flüchtlingskrise hat das Herz Europas erreicht und das Phänomen wird wachsen, solange nicht eine Lösung im Syrienkrieg gefunden wird“, versicherte Salam.

Cameron sagte, Großbritannien habe schon 5.000 libanesische Soldaten ausgebildet und beim Bau von Wachtürmen an der syrischen Grenze geholfen. Er werde weiterhin den Libanon bei dessen Verteidigung gegen den IS unterstützen. Dieser herrsche bereits über Territorien, die nur 100km von der libanesischen Grenze entfernt liegen.

Über Dr. Gunter Seyffarth

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