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USA warnen fünf europäische Länder, den durch Flüchtlingskrise blühenden Handel mit Falschpässen zu unterbinden oder sie verlieren die Visumfreiheit

* Die USA verwarnen Frankreich, Belgien, Deutschland, Italien und Griechenland
* Ihnen wird eine Frist zur Lösung des Problems bis zum 1. Februar gegeben
* Die Warnungen kamen, nachdem gestohlene Reisepässe bei den Paris-Attentätern gefunden wurden
* Drohung des Entzugs der Visumfreiheit, die von 38 Millionen jährlich genutzt wird

Laut gut-unterrichteten Quellen wurden fünf europäische Länder ermahnt, den Handel mit gefälschten Pässen zu unterbinden, oder sie verlieren das Privileg der Visumfreiheit (ESTA) für USA-Reisen.

By: Foreign and Commonwealth Office

US-Außenminister John Kerry soll Verwarnungen an Deutschland, Belgien, Frankreich, Italien und Griechenland ausgesprochen haben, nachdem bei zwei Bombenlegern von Paris gestohlene Pässe gefunden wurden.

Dies erfolgt in einer Zeit, wo seitens der Sicherheitsexperten der US-Heimatschutzbehörde und Interpol über einen besorgniserregenden Anstieg der Zahl gestohlener Reisepässe berichtet wird.

Interpol besitzt Daten zu 250.000 gestohlenen irakischen und syrischen Pässen, was Terrorismus und organisiertes Verbrechen ermöglicht, aber schwer zu bekämpfen ist, da der IS Regierungsgebäude in diesen Gebieten eingenommen hat.  Ein MAILonline-Versuch bewies, wie einfach es war, einen Pass zu kaufen, indem sich der Reporter Nick Fagge ein offizielles Dokument für 2.000 Dollar kaufte. Es war in nur vier Tagen fertig!

John Kerry meinte, er sei am meisten über Griechenland und Italien besorgt, wo jeden Monat tausende Migranten ankämen. Er erklärte, dass er den fünf Staaten eine Frist bis zum 1.Februar gegeben habe, um die schlimmsten Erkennungslücken zu beseitigen, ansonsten drohe deren Rausschmiss aus dem VISA-WAIVER (Programm zur Visumfreiheit), welches jährlich von 20 Millionen Touristen aus 38 Staaten, davon mehrheitlich europäischen Ländern, genutzt wird.

Syrischer Pass
Syrischer Pass

Voraussichtlich nächste Woche wird der Chef der US-Heimatschutzbehörde, Jen Johnson, Präsident Obama über Fortschritte unterrichten.

Die Sicherheitsbedenken kamen auf, nachdem der Reisepass von „Achmad Almohammed“ nach der Attacke nahe dem Pariser Nationalstadion gefunden wurde. Die Analyse der Fingerabdrücke der Leiche eines Bombenlegers ergab, dass sich der Mann fälschlicherweise als ein 25-jähriger Syrer namens Achmad Almohammed ausgab, der als Flüchtling Griechenland am 3. Oktober 2015 betrat.

Er befand sich unter 198 Migranten, die nach eine Schlauchbootüberquerung der Ägäis aus der Türkei auf der Insel Levos landeten. Er wurde als Flüchtling von den griechischen Behörden verhört, welche täglich mehr als 1.000 Migranten befragen, um deren wahren Identitäten und Nationalitäten zu ermitteln. Sie fotografierten ihn und nahmen ihm seine Fingerabdrücke, bevor sie ihm ein Dokument aushändigten, dass ihm die Überfahrt nach Athen ermöglichte.

Almohammed verließ den EU-Staat Griechenland wenige Tage später. Er durchquerte Mazedonien und wurde am serbischen Grenzübergang Presevo am 7. Oktober registriert. Er wanderte weiter nordwärts und betrat die EU erneut, als er in Kroatien einreiste. Hier wurde er im Flüchtlingslager Opatovac am 8.Oktober registriert, bevor er sich nach Paris aufmachte, um Massenmord zu begehen.

Zwei weitere Selbstmordattentäter, die sich vor dem französischen Nationalstadion in die Luft sprengten, besaßen gefälschte türkische Reisepässe, wie jetzt ermittelt wurde.

By: Bundesministerium für Europa, Integration und Äußeres

In dieser Woche behauptete der französische Innenminister Bernard Cazeneuve, dass der IS eine ganze Fälschungsindustrie zum Verkauf manipuliertter Pässe aufgebaut habe. Wörtlich erzählte Cazeneuve Reportern des Wallstreet Journals: „Däisch („IS“ auf arabisch) hat es vermocht, sich im Irak, Syrien und Libyen Blankopässe zu beschaffen und hat dabei eine ganze Passfälschungsindustrie aufgebaut. Die Dokumente sind nur schwer zu identifizieren, da es sich um echte Blankopässe handelt, die dem IS bei der Erstürmung von Regierungsgebäuden in die Hände fielen.“

Im letzten Monat äußerten US-Behörden ihre Besorgnis, dass der IS auch eine Pass-Druckmaschine beschafft haben könnte, um zu versuchen, den Westen mithilfe gefälschter Pässe zu infiltrieren.

Über Dr. Gunter Seyffarth

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