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Regierung “darf” ab sofort Bürger mit Computerviren überwachen

By: Yuri Samoilov

Der Ausbau des flächendeckenden Überwachungsstaates nimmt immer bedrohlichere Ausmaße an. So darf die Regierung nach richterlicher Genehmigung ab sofort Computerviren auf Computern von verdächtigen Personen installieren, um diese zu überwachen. Was lange als gängige Praxis unter den Geheimdiensten vermutet wurde, wurde nun gesetzlich ganz offen legitimiert. Und wieder scheint es nur eine begrenzte Anzahl von Menschen zu kümmern, wie die Bürgerrechte der in diesem Land lebenden Menschen eine weitere Beschneidung erfahren. Nicht nur PCs – auch die Smartphones von Bürgern dürfen gehackt werden.

Die Deutschen-Wirtschafts-Nachrichten berichten hierzu:

Der Staat kann ab sofort mit einem eigenen Trojaner die Rechner verdächtiger Bürger überwachen. Die Genehmigung für die Ermittlungssoftware sei am Montag erteilt worden, sagte ein Sprecher des Bundesinnenministeriums in Berlin laut Reuters. Die technischen Tests wie auch die rechtlichen Prüfungen seien abgeschlossen. In die Beratungen seien die Datenschutzbeauftragten von Bund und Ländern einbezogen gewesen. Das als Bundestrojaner bekannte Computerprogramm könne nun im Rahmen des geltenden Rechts zum Einsatz kommen, sofern die Voraussetzungen vorlägen. Das Programm werde auch den Bundesländern zur Verfügung gestellt.

Quelle: http://deutsche-wirtschafts-nachrichten.de/2016/02/23/regierung-darf-ab-sofort-computer-von-verdaechtigen-buergern-hacken/

Die Überwachung der einzelnen Bürger, die Zensur im Internet, die geplante Abschaffung des Bargeldes – der Weg zum gläsernen Menschen, der sich der Kontrolle des Staates nicht mehr zu entziehen vermag – schreitet unaufhörlich voran. Die Notwendigkeit, sich Alternativen hinzuwenden, ein dezentrales Kommunikationsnetzwerk über peer-to-peer Geräte aufzubauen, scheint dringender denn je. Auch der Wechsel des Betriebssystem auf Linux könnte etwas mehr Sicherheit im Umgang mit den eigenen Daten bieten. Die beste Lösung natürlich ist, wenn man Mobilfunktelefon und Computer einfach öfter ausgeschalten lässt und sich wieder den herkömmlichen Methoden der Kommunikation zuwendet.

Über Michael Külbel

Michael Külbel ist freischaffender Künstler und Grafikdesigner aus Altenburg. Seit 2015 arbeitet er mit im Team von altenburg-online.de im Bereich Redaktion, Administration, Gestaltung und Berichterstattung.

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Ein Kommentar

  1. Michael Schuhknecht

    Letztlich gehören immer zur Überwachung mit dem Bundestrojaner immer ZWEI dazu – einer, welcher überwachen will und einer, welcher sich überwachen läßt – denn , auch ein Bundestrojaner installiert sich nicht mal eben so von selbst auf einem Rechner , da muß der jeweilige Nutzer schon selber mit Hand anlegen, on bewußt oder unbewußt !! Hier hilft auf jeden Fall schon mal ein gutes Antivirenprogramm und ein ordentlicher Desktopfirewall, welche alle Aktivitäten In + Out ordentlich meldet und den Nutzer fragt – zulassen oder verweigern, wie z.b. Netlimiter 4 !

    PS: Dem “Normalbürger” dürfte dieser Trojaner allerdings egal sein, weil, bei den meisten Privat-PC´s dürfte das Interesse gering sein diese zu überwachen, noch dazu mit unserer lahmen Internetanbindung im Altenburger Land.
    Und diejenigen, welche wirklich brisante Infos auf ihren Rechnern haben, sollten diese sowieso auf einen externen Datenträger auslagern bzw verschlüsseln mit TrueCrypt z.B.
    Man könnte auch den gesammten EMail-Verkehr privat verschlüsseln, damit keiner mitlesen kann – aber wer tut sich schon so einen Aufwand an, außer vielleicht diverse muslimische Terrorzellen und die haben da sowieso schon vorgesorgt…..

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