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Die Abschottung Europas als Folge der Migranteninvasion – ein Kommentar von Michael Külbel

By: Michael Pollak

Erzeuge ein Problem, biete die Lösung, setze die Lösung um. So manch einem, der sich mit Politik beschäftigt, ist diese Strategie – wie man Menschen dazu bewegt, unpopuläre politische Entscheidungen zu akzeptieren, nicht unbekannt. Unter diesem Gesichtspunkt will ich auch die aktuelle Flüchtlingskrise, die Europa heimsucht, mal beleuchten.

So werden in letzter Zeit die Rufe nach einem effektiven Grenzschutz an den europäischen Außengrenzen immer lauter. Auch Bundeskanzlerin Merkel warnt eindrücklich davor, dass Nationalstaaten im Alleingang anfangen, ihre Grenzen zu schützen. Die Anstrengungen hier sollten auf europäischer Ebene vorangetrieben werden und nicht in nationalstaatlicher Eigeninitiative, so sinngemäß die Kanzerlin. Auch in der Bevölkerung wird der Ruf nach Grenzschutz immer lauter.

An Grenzbefestigungen führt soweit auch kein Weg mehr vorbei. Die Invasionsflut, die durch die Werbekampagnen der unbegrenzten Willkommenskultur im nichteuropäischen Ausland in Gang gesetzt worden ist, kennt mittlerweile kein Halten mehr. Inländische Versorgungs- und Ordnungssysteme, die jetzt schon keine kontrollierte Einwanderung mehr garantieren, müssen angesichts steigender Migrantenzahlen in den warmen Frühling- und Sommermonaten kollabieren.

Wenn wir Bürger der europäischen Union jetzt laut nach Grenzschutz rufen, dann ist das möglicherweise genau die Reaktion, die diese scheinbar kopflose Politik bei uns hervorrufen sollte. Welchen Nutzen soll das bringen? Nun, möglicherweise reiht sich die Einzäunung Europas in eine ganze Kette von politischen Entscheidungen ein, die das Potential haben, unsere Freiheitsrechte weiter massiv einzuschränken.

Zum einen haben wir mit der unkontrollierten Einwanderung dem islamischen Terror den Weg bereitet, völlig ungehindert in unser Land zu kommen. Wir alle haben noch in Erinnerung, welche Überwachungsmechanismen und Einschränkungen in unsere Grundrechte die Anschläge vom 11. September oder in Paris nach sich zogen. Durch das Einschleusen von Terror holt sich unser Staat die moralische Legitimation beim einfachen Wahlvolk ab, den Polizei- und Überwachungsstaat Schritt für Schritt weiter auszubauen. Im Namen der Sicherheit.

IMG_6590vektor_(Karikatur: Xlars Freydenker)

Dann haben wir noch die Bargeldabschaffung, die jeden Menschen zu einem transparenten Konsumsklaven mutieren lässt. Überwachung von Einkauf-, Konsumverhalten, unbegrenzter Steuerzugriff auf die Konten der Bürger, Zwangsenteignung bei drohenden Bankenpleiten und Schuldenschnitten. Ein weiterer möglicher staatlicher Missbrauch könnte sein, dass man Menschen, die sich dem System kritisch gegenüber äußern, den Zugang zum bargeldlosen Austausch einfach abschneidet.

Eine europäische Außengrenze als Bollwerk gegen die Invasionsflut kann in diesem Zusammenhang auch umgedreht ihre Anwendung finden. Nämlich, indem sie langfristig auch dafür sorgt, dass man aus diesem Land nicht so ohne weiteres wieder herauskommt. Wenn sich durch das zunehmende Ungleichgewicht der Verteilung von Vermögen die soziale Situation in Europa weiter verschlechtert; wenn zusätzliches soziales und religiöses Konfliktpotential nach Europa importiert wird; wenn dem islamischen Terror Tür und Tor geöffnet worden ist, so ist es auch nur noch eine Frage der Zeit, bis sich dieser soziale Sprengstoff in einem Bürgerkrieg entlädt. Möglicherweise sehen sich dann die Menschen, die sich dann aufmachen wollen, ihre Flucht aus dem Bürgerkriegsgebiet Europa zu organisieren, vor der Problematik, dass die Fluchtwege durch die außeneuropäischen Grenzen abgeschnitten worden sind. Möglicherweise.

Über Michael Külbel

Michael Külbel ist freischaffender Künstler und Grafikdesigner aus Altenburg. Seit 2015 arbeitet er mit im Team von altenburg-online.de im Bereich Redaktion, Administration, Gestaltung und Berichterstattung.

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Wieder ein Anschlag. Wieder dieselben Muster. Es wiederholt sich und so langsam fragt man sich, …

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