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Subtile Annäherung? Ein Kommentar von Andreas Sickmüller und Michael Külbel

Quelle: http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=57599

In einem Bericht vom 09.03.2016 berichtete das 3-Sat Magazin KULTURZEIT über den Verleger und Publizisten Götz Kubitschek, der am 21.02.2016 auch als Redner vom Altenburger Bürgerforum geladen war. Auch das Altenburger Bürgerforum ist Teil des veröffentlichten Berichts. Die doch ziemlich unerwartet neutrale Berichterstattung über die Aktivitäten von Kubitschek, EinProzent und die identitäre Bewegung überrascht. Ledigilich der Soziologe Armin Nassehi analysiert im Video-Interview die Aktivitäten der sogenannten neurechten Bewegungen in einer akdamisch herablassenden Art und Weise. Zwei Kommentatoren auf AON, Andreas Sickmüller und Michael Külbel, wollen diese soziologische Analyse nicht unwidersprochen stehen lassen.

http://www.3sat.de/mediathek/?mode=play&obj=57599

Kommentar von Andreas Sickmüller

Andreas Sickmüller
Andreas Sickmüller

Der oberflächlich suggerierte, sachlich- objektive Ansatz, sich ernsthaft mit dem Thema der Bürgerproteste auseinander zu setzen, wird primär durch die tendenziöse Fragestellung der Moderatorin entlarvt.  Spätestens ab dem Moment, ab dem Rhetorik-Spezi Armin Nassehi aber mit dem Zitieren von Parade-Journaille(ist) Augsteins „Diagnose“ die Erscheinung der Bürgerproteste pathologisiert, wird dem kritischen Betrachter eine neue, subtile Diffamierungsmasche offenbar.

Optimisten könnten darin auch eine vorsichtige Annäherung zu einem konstruktiven Diskurs mit der Erscheinung dieser Bürgerbewegungen vermuten.  Als notorischer Pessimist sehe ich jedoch in seiner rhetorisch perfekt verklausulierten Prosa, seine alleinige Eindampfung der Argumente der „Rechten“, sie würden die gesellschaftlichen Probleme ausschließlich im Pluralismus der Gesellschaftsstruktur finden.

Damit legt er gerade seine eigene Ignoranz gegenüber der Realität, die sich in Integrations- und Kriminalitätsstatistiken der Parallelgesellschaften offenbart, dar. Und im Moment, als ich diese Zeilen fertig schreibe, merke ich, dass ich schon fast ähnlich geschwollen daherlabere, wie dieser Dummschwätzer, der mit seiner tatsächlich beachtenswerten Rhetorik nur versucht, seine Argumentationsarmut zu verschleiern.

Kommentar von Michael Külbel

Michael Külbel
Michael Külbel

Verwunderlich, dass ein Soziologe nicht in der Lage ist, die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen zu analysieren, die ja erst dazu führen, warum Menschen so handeln, wie sie handeln; warum Menschen so denken, wie sie denken. Die sogenannte “Komplexität der gesellschaftlichen Steuerungsprozesse” ist ein Produkt der globalistisch-sozialistischen Herrschaft einiger Weniger über Viele; sie ist ein Produkt der durch den Kapitalismus aufgezwungenen Vereinheitlichung und Verdinglichung des Individuums zum reinen Konsummenschen. Sie wird gerade erst generiert durch diese vom System herbeigeführten Flächenbrände und Verteilungskämpfe überall auf diesem Planeten. Dieses System obdingt die Reduktion des Menschseins auf den hörigen und widerstandslosen Konsumsklaven und dies auf globaler Ebene. Mit zunehmender ungerechter Verteilung der Ressourcen auf diesem Planeten wird dieser Druck, sich diesem kapitalistischem Umverteilungsapparat bedingungslos unterzuordnen, notwendigerweise zu einem direkten Angriff auf die Identität, Lebensgewohnheiten und Sitten der jeweiligen vom Kapitalimus heimgesuchten Kulturen, Völker und Menschen. Die Analyse von Herrn Nassehi geht also am eigentlichen Problem vollkommen vorbei, wenn er meint, dass die sogenannten “Neurechten” mit einfachen identitären Parolen naive Antworten auf komplexe Fragen geben würden. Als Soziologe sollte es ihm eigentlich wie keinem anderen bewusst sein, wie wirtschaftliche, soziale und historische Rahmenbedingungen dazu beitragen, dass sich gewisse Subkulturen – hier die identitäre Bewegung – überhaupt erst herausbilden. Würde er dieser Frage nachgehen, was sind denn die Bedingungen, unter denen eine solche Bewegung erst wachsen kann? – so müsste er zwangsläufig zu einer ähnlichen Schlussfolgerung wie die sogenannten neurechten Denker kommen müssen. Wir leben in einem Unrechtssystem, in einer vom Globalismus und Zentralismus beherrschten Finanzdiktatur, welcher kulturelle, politische und demokratische Vielfalt nur soviel Wert ist, wie sie von diesem System für die Zwecke des Wachstums und der Reichtumsumverteilung vernutzwertet werden kann. Dagegen wehren sich die vielerorts aufkeimenden Bürgerbewegungen in ganz Europa.

Über Andreas Sickmüller

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