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Skandalstadt Altenburg: Hans Wurst kehrt der Skatstadt den Rücken zu

Hans Wurst als er noch fröhlich war by: Nathan

Altenburg. Nachdem Altenburg bereits durch die fremdenfeindliche Stimmung in der Skadtstadt überregional aufgefallen ist, macht die beschauliche Barbarossa-Stadt nun erneut mit negativen Schlagzeilen von sich reden. Der Deutschlandfunk berichtete bereits ausführlich über die unterträglichen Zustände in Altenburg. So wollen vier Schauspieler und Sänger ihren Vertrag mit dem Theater Gera-Altenburg nicht verlängern, da man sich von den Altenburgern bedroht fühle. Immer und immer wieder käme es zu komischen Blicken und Kommentaren, schildern die Betroffenen die bedrohliche und fremdenfeindliche Situation in Altenburg.

Nun melden sich auch erste Bürger, die schon immer in Altenburg leben, zu Wort. Hans Wurst, typisch deutsch, blond,  hochgewachsen, äußert seine Empörung: “Früher war es anders, als ich durch diese Stadt ging. Ich war es gewohnt, dass die Menschen einen Kniefall vor mir machten, überall sah man nur lachende Gesichter, jeder grüßte und bewunderte mich. Heute sehe ich nur noch Menschen, die mit heruntergezogenen Mundwinkeln durch die Stadt gehen. Außerdem habe ich das Gefühl, dass die Menschen nur noch schlecht über mich reden.” Schon zweimal sei er von diesem unfreundlichen Völkchen angepöbelt worden. Die Situation sei mehr als bedrohlich. Passiert sei aber noch nichts.

Verständlich, dass diese Zustände für Hans Wurst nicht mehr tragbar sind. Die einzige Konsequenz, die ihm nun bleibt, ist der Skatstadt den Rücken zu zukehren und an anderen Orten, wo Glück und Frohsinn sprießen, ein neues Leben anzufangen. “Ich werde Dunkeldeutschland verlassen” – so Hans Wurst.

Die Verantwortlichen aus Stadt und Politik zeigen sich erschüttert über die Entwicklung in der Skatstadt. Hinter der zunehmenden Unfreundlichkeit könne man nur unterschwelligen Rassismus vermuten. “Das ist kein Einzelfall” heißt es aus dem Landratsamt. Man muss die Sorgen und Motivation, warum nun auch Hans Wurst die schöne Skatstadt verlässt, ernst nehmen.

So stelle man einen Aktionsplan zusammen, um die Bevölkerung zu sensibilisieren. “Wir brauchen eine überregionale Kampagne, um die Erfahrungen, die Hans Wurst machen musste, in das öffentliche Bewusstsein zu rücken.  Der Fall gehört in alle Zeitungen. Wir tragen die politische Verantwortung, geeignete Maßnahmen zu finden, um andere Altenburger, die ähnliche Situationen wie Hans Wurst erlebt haben, davon abzuhalten, nun der schönen Stadt auch noch den Rücken zu kehren.” so aus dem Krisenstab des Landratsamt Altenburg.

Über Michael Külbel

Michael Külbel ist freischaffender Künstler und Grafikdesigner aus Altenburg. Seit 2015 arbeitet er mit im Team von altenburg-online.de im Bereich Redaktion, Administration, Gestaltung und Berichterstattung.

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