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Erhielt ein Terrorist sein Visum in Altenburg?

terror-1545012Ein Thema welches dem Altenburger vielleicht noch gar nicht bekannt war und von der Presse längst als “ad acta” verbucht wurde, erhält durch jüngste Ereignisse neue Aufmerksamkeit. Ganze fünfzehn Jahre vor der offiziell ausgerufenen Flüchtlingskrise händigten Altenburger Behörden offenbar einem angehenden Terroristen ein Visa aus. So zumindest lässt es die Sachlage vermuten.

Aschraf Al-Dagma kam als Flüchtling aus vermutlich Jordanien oder dem palästinischem Gebiet 1999/2000 nach Deutschland. In der BRD angekommen erhielt er am 30. April 2000 politisches Asyl vom Landratsamt Altenburger Land. Zumindest belegen das aktuelle Sanktionslisten der USA/UN.

Er wohnte hier in Altenburg in der Leipziger Strasse 64. Aus der schon lange abgerissenen Unterkunft nahm er vermutlich Kontakt zu seinem Terrornetzwerk auf. Offenbar standen jüdische Ziele im Fadenkreuz der Terrornetzwerker. Berichten zufolge sind die Details der Anschläge entweder durch gezieltes Abhören der Anschlagsplaner oder durch gegenseitige Beschuldigungen und Geständnisse bekannt geworden. Teil des Planes war ein Bombenanschlag auf die jüdische Gemeinde in Berlin. Weiteres Anschlagsziel war ein Billardsalon bzw. eine Bar in Düsseldorf. Letztere sollte mit Handgranaten attackiert werden.

Die Verbindungen der Terrornetzwerke in denen sich Al-Dagma und seine Komplizen organisiert haben reichen von der Deutschen Terrorzelle “al-Tawhid” bis nach “Al-QaidaFür die Unterstützung von Terrororganisationen und der Planung mehrerer Anschläge wurde AL-DAGMA im April 2002 festgenommen und Jahre später in Düsseldorf zu mindestens 5 Jahren Haft verurteilt.

Man könnte meinen der Fall ist abgeschlossen und gehört zu den Akten. Ruft man sich die vergleichsweise harten Worte des urteilverkündenden Richters, Ottmar Breidling, in den Kopf so könnte man jedoch denken, dass er irgendwie die Zukunft vorhergesehen hat. Die Beschuldigten hätten wegen ausländerrechtlichen Verstößen „frühzeitig abgeschoben werden müssen“ ist in der Welt über diesen Fall zu lesen.

“Es war nur eine Frage der Zeit” zitierte die Webseite worldjewishcongress.org den Richter.

“Beide al-Tawhid Fälle hätten vermieden werden können wenn das Einwanderungsrecht konsequent angewandt worden wäre”

kann auf NBCnews.com und auf Spiegel Online nachgelesen werden.

Die Faktenlage wirft einige Fragen auf, um deren Beantwortung wir beim Landratsamt Altenburger Land gebeten haben. Insbesondere wäre im Interesse der Öffentlichkeit, ob die Behörden mit Bundesnachrichtendienst und Verfassungsschutz zusammenarbeiten, um Kenntnis darüber zu erlangen, ob und wie viele potentielle Gefährder sich im Landkreis aufhalten. Auch wäre wissenswert, ob beobachtete Gefährder Asylleistungen beziehen. Das Landratsamt Altenburger Land äußerte gegenüber der Redaktion von altenburg-online, dass der Behörde solche Informationen nicht vorliegen. Vielmehr sei für die Prüfung der Asylanträge das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge zuständig. Ob sich potentielle Gefährder im Landkreis aufhalten, ist der Behörde jedenfalls nicht bekannt. Demgegenüber ist man über die Anzahl der im Kreis vermuteten Reichsbürger (ca. 50) erstaunlich gut informiert.


Weiteres Material zum Sachverhalt ist nachzulesen unter:

BBC:
http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/4377808.stm

Potsdamer Neueste Nachrichten:
http://www.pnn.de/dritte-seite/271486/

The Guardian:
https://www.theguardian.com/world/2005/oct/27/alqaida.germany

siehe auch

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