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Im Gespräch mit Andreas Sickmüller

Andreas Sickmüller AfD
Andreas Sickmüller

Michael Külbel: Herr Sickmüller, sie haben mit dem Bürgerforum Altenburger Land in den vergangenen beiden Jahren einen engagierten außerparteilichen Oppositionskampf gegen die Altparteien im Landkreis und die Rot-Rot-Grüne Landesregierung in Erfurt geführt. Seit einigen Monaten sind Sie auch AfD-Mitglied und haben am vergangenen Freitag bei der Wahlkreismitgliederversammlung zur Direktwahl des Bundestagskandidaten kandidiert. Wie ist die Wahl ausgegangen?

Andreas Sickmüller: Leider konnte ich „nur“ 30 % der Stimmen für mich gewinnen und die Wahl damit nicht für mich entscheiden.

Michael Külbel: 30 % hört sich nach einer klaren Entscheidung an, weshalb halten sie dies dennoch für ein sehr respektables Ergebnis?

Andreas Sickmüller: Der einzige Gegenkandidat war Dr. Robby Schlund. Er ist bereits seit 2013 Mitglied der Partei und stellvertretender Sprecher des Thüringer Landesvorstandes, also sozusagen der dritte Mann im Thüringer Landesvorstand, direkt nach Björn Höcke und Stefan Möller.

Überdies war er beim angesetzten Landesparteitag in Arnstadt im Februar auf Platz 4 der Landesliste gewählt worden. In der jungen AfD ist er so etwas wie ein Partei-Urgestein.

Das ist auch der Grund, weshalb er zurecht bei der Wahl die breite Unterstützung der drei Anwesenden von acht Thüringer AfD Landtagsabgeordneten und der Mehrheit der anwesenden Stimmberechtigten erhielt, die sich aus den beiden für die Bundestagswahl teilweise zusammengelegten Kreisverbandsgebieten Gera-Jena-Saale Holzlandkreis und Greiz-Altenburg am Wahlort eingefunden hatten.

Der Angriff auf den Nationalstaat - Thierry Baudet
Der Angriff auf den Nationalstaat – Thierry Baudet

Michael Külbel: Wie wollen Sie sich im Hinblick auf Ihre zukünftige Aktivität in der Partei gegen diesen starken Kandidaten in Ihrem Wahlkreis behaupten?

Andreas Sickmüller: Dr. Schlund ist in Thüringen einer der besten Kandidaten für dieses Mandat. Und gerade deshalb wird er hoffentlich ab September dieses Spitzenamt besetzen. Insoweit wird es gar nicht zu einer konkurrierenden Situation kommen. Im Gegenteil, direkt nach der Wahlentscheidung habe ich dem siegreichen Kandidaten zur Wahl gratuliert und ihm meine persönliche Unterstützung im Wahlkampf zugesichert.

Ich denke, dass dies auch im Sinne des AfD-Kreisverbandes ist und wir kreisgebietsübergreifend im Wahlkreis Gera-Greiz-Altenburg gemeinsam einen guten Wahlkampf machen werden.

Außerdem gäbe es z.B. bei zukünftigen Landtagswahlen andere Wahlbezirke, die sich nicht überschneiden.

Michael Külbel: Was steht als nächstes auf Ihrer politischen Agenda?

Andreas Sickmüller: Zunächst hat natürlich der bevorstehende Wahlkampf für die AfD Priorität. Hier werden wir die Strategien entwickeln, die wir im Wahlkreis umzusetzen beabsichtigen.

Viele Menschen haben sich von den durch die Medien aufgebauschten machtpolitischen Zankereien in der AfD mehr Kopfschmerzen bereiten lassen, als durch den von den Altparteien herbeigeführten Verlust an öffentlicher Sicherheit durch Terror und Vergewaltigungsraten und unserer, aufgrund der Flüchtlingskosten, erodierenden Sozialsysteme!

Zu den glühendsten Verursachern dieser Fehlpolitik gehört auch die Rot-Rot-Grüne Landesregierung unter Bodo Ramelow in Thüringen. Hier müssen wir noch viel Aufklärungsarbeit leisten, da den Menschen von den Altparteiregierungen die Wahrheit vorenthalten wird, um nicht zu sagen, sie zu mancherlei Themen regelrecht belogen werden.

Michael Külbel: Welche politischen Ziele haben Sie sich außerdem gesetzt?

Der Links-Staat - Christian Jung & Torsten Groß
Der Links-Staat – Christian Jung & Torsten Groß

Andreas Sickmüller: Die kurzfristigen Ziele fokussieren sich auf den Wahlkampf. Ich möchte im Wahlkreis flächendeckend eine Wahlbeobachtung für die Bundestagswahl organisieren. Es hat sich gezeigt, dass gerade in Gebieten mit durch oppositionelle Gruppierungen organisierten Wahlbeobachtungen die AfD die besten Ergebnisse erzielt. Ein Schelm, wer böses dabei denkt.

Mittel- und langfristig sind meine Ziele auch klar definiert. Die Altparteien haben mit ihrer Politik über die letzten Jahrzehnte den Karren immer weiter in den Dreck gefahren. Die Fehlentwicklungen dieser Politik wurden mit immer mehr schuldenfinanzierten Geldern überdeckt.

Die Auswirkungen dieser Schuldenpolitik manifestieren sich über die am äußersten Ende der Finanzierungsketten befindlichen Staatsschulden und Staatsanleihen. Denn nur über die Erhöhung der Staatsschulden konnten die Fehlentwicklungen abgefangen und überdeckt werden.

Die direkten Auswirkungen davon erleben alle Sparer, die mittlerweile bei einigen Banken für Sparguthaben Gebühren zahlen müssen, anstatt für ihr hart erarbeitetes Geld ein paar Zinsen zu bekommen, um damit auch den Aufbau einer privaten Altersvorsorge umsetzen zu können.

Gerade diese Form der Altersvorsorge ist wichtig, da durch den Zuzug hunderttausender Wirtschaftsmigranten sämtliche Sozialsysteme noch näher an den mathematisch sicheren Kollaps geführt werden. Das gefährdet die Rentenansprüche aller Menschen, die ein Leben lang hart für ihre Rente gearbeitet haben.

Alle Altparteien haben diese Politik gemeinsam mitgetragen, deshalb gilt der Kampf auch allen Altparteien. Das wissen diese auch und deshalb erleben wir auch diesen von allen Parteien geschlossen betriebenen und unfairen Kampf gegen die AfD, die sich als einzige politische Kraft dieser Entwicklung entgegenstellt.

Da es ihnen an logischen Argumenten fehlt, diffamiert man die AfD als eine Erscheinung von Rechtspopulisten oder Fremdenfeinden, weil sie bei den Altparteien den Finger in die Wunde legt und Ursachen, wie Auswirkungen der Fehlpolitik, zutreffend adressiert.

Darin liegt mein Hauptziel. Die Bekämpfung der Altparteien auf breiter Ebene. Diesen Kampf werde ich in der gleichen Weise weiterführen, wie ich dies im Altenburger Land in den vergangenen getan habe.

Michael Külbel: Vielen Dank für das Gespräch und alles Gute für Ihren weiteren politischen Weg.

Andreas Sickmüller: Ich bedanke mich bei Ihnen.

Über Michael Külbel

Michael Külbel ist freischaffender Künstler und Grafikdesigner aus Altenburg. Seit 2015 arbeitet er mit im Team von altenburg-online.de im Bereich Redaktion, Administration, Gestaltung und Berichterstattung.

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Ein Kommentar

  1. Michael Schuhknecht

    30% bei der Wahl zu erreichen ist schon ein durchaus beachtliches Ergebnis, meinen Glückwunsch Andreas.
    Jetzt gilt es gemeinsam mit der Afd und allen patriotischen Kräften Stärke und “vor allem Einheit” zu zeigen,um ein deutliches Wahlergebnis zur Bundestagswahl zu erreichen….

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