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André Poggenburg im Gespräch mit dem Bürgerforum Altenburger Land

Anlässlich der Wiedereröffnung des Wahlkreisbüros in Zeitz, welches durch linksradikale Angriffe zerstört worden war, traf sich ein Vertreter des Bürgerforum Altenburger Land mit dem AfD-Landesvorsitzenden von Sachsen-Anhalt, um über die Situation im Altenburger Land zu sprechen.

Nach Schilderung der Sachlage über die Unstimmigkeiten zwischen dem AfD-Kreisverband Altenburg-Greiz und dem Bürgerforum bzgl. der Vorbereitung möglicher gemeinsamer Anstrengungen für die anstehenden kommunalen Wahlen, warb Poggenburg für Verständnis für die zaghaften Annäherungsversuche zwischen der AfD als Partei und den vielfältigen Bürgerbewegungen in Deutschland.

Grundsätzlich stehe er für eine Zusammenarbeit mit Bürgerbewegungen ein. Nicht zuletzt war es gerade die Zusammenarbeit im Wahlkampf mit Pegida, die Sachsen diesen fulminanten Wahlsieg beschert hätte. Allerdings müsse die Partei andere Bürgerbewegungen vor einer Kooperation möglichst genau unter die Lupe nehmen, da man in der öffentlichen Wahrnehmung für Verfehlungen, die durch unabhängige Bürgerbewegungen entstehen könnten, als Partei in Mithaftung genommen werden könnte.

Wichtig sei, dass Bürgerbewegungen so organisiert sein sollten, dass sie eine geordnete, demokratisch ausgerichtete Struktur besitzen, z.B. durch Vorstandsgremien, die als Sprachrohr einer Bewegung dienen können, um möglichen Fehlentwicklungen innerhalb der eigenen Bewegung entgegenwirken zu können.

Das Problem mit unbearbeiteten und abgelehnten Mitgliedsanträgen bestehe bundesweit. Die Partei wolle sich vor radikalen Elementen und auch vor möglichen Unterwanderern aus dem Verfassungsschutz schützen. Poggenburg räumte ein, dass sich durch die Inflexibilität der Parteienstruktur hierdurch auch Nachteile ergeben, indem sich die Partei engagierter und motivierter Aktivisten selbst beraube. Die Annäherung zwischen den Bürgerbewegungen und der AfD könne aber nur schrittweise vonstatten gehen.

Nichtsdestotrotz schließt Poggenburg aber die Unterstützung von unabhängigen Kandidaten in den kommunalen Wahlen nicht aus. Dies sei auch bei anderen Parteien gängige Praxis und er könne sich nicht vorstellen, warum dies bei der AfD nicht auch der Fall sein könnte.

Für zaghafte Annäherungsversuche haben wir im Altenburger Land angesichts der anstehenden Wahlen allerdings keine Zeit mehr, so der Vertreter des Bürgerforums. Poggenburg versprach, sich der Angelegenheit noch einmal im Detail zu widmen und mit dem thüringischen Landesvorstand Kontakt aufzunehmen.

Möglicherweise ist ja doch noch eine Kooperation zwischen dem AfD-Kreisverband Altenburg-Greiz und dem Bürgerforum Altenburger Land machbar.

Über Michael Külbel

Michael Külbel ist freischaffender Künstler und Grafikdesigner aus Altenburg. Seit 2015 arbeitet er mit im Team von altenburg-online.de im Bereich Redaktion, Administration, Gestaltung und Berichterstattung.

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